produktplatzierung

Produktplatzierung

Unter Produktplatzierungen, oft auch mit dem englischsprachigen Begriff Product Placements bezeichnet, versteht man das gezielte und positive Darstellen des Produkts einer bestimmten Marke in verschiedenen Medien. Üblicherweise findet man Produktplatzierungen in Filmen oder Fernsehsendungen, aber auch in Videospielen oder YouTube-Videos. Entscheidend dafür, dass eine Produktplatzierung vorliegt, ist die Tatsache, dass der Produzent des Mediums dafür entweder eine finanzielle Zuwendung oder eine Bezahlung durch Sachleistungen erhält. Unter der sogenannten Produktbeistellung versteht man das kostenlose Bereitstellen von Requisiten durch Unternehmen. Abzugrenzen ist das Product Placement von der Schleichwerbung, bei der die ungekennzeichnete Werbewirkung im Vordergrund steht.

Arten des Product Placements

Produktplatzierungen können unterschiedlichste Formen annehmen. Die häufigste ist das sogenannte „On Set Placement“, bei dem das Produkt nur unauffällig und für eine kurze Zeit zu sehen ist, beispielsweise ein vorbeifahrendes Auto. Wenn um ein Produkt einer bestimmten Marke eine Geschichte entwickelt wird, die es in die Handlung einbettet, spricht man vom „Creative Placement“. „Generic Placement“ bezeichnet Produktplatzierungen ohne Nennung eines Markennamens, womit diese vor allem bei Monopolisten relevant sind. Ebenfalls häufig findet sich man sogenannte „Titelpatronat“, bei dem der Titel eines Formats einen Markennamen beinhaltet. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Arten des Product Placements.

Rechtslage in Deutschland

Bei der Frage, ob Product Placements erlaubt sind, muss nach der Art des Mediums unterschieden werden. Während es im Kino seit jeher legitim ist und die Entscheidung darüber allein in den Händen der Produzenten liegt, gibt es im Fernsehen detaillierte Regelungen. Dort sind Product Placements prinzipiell verboten, werden allerdings unter gewissen Bedingungen gestattet: in fiktionalen Inhalten wie Spielfilmen oder Serien, in Sportfilmen und in Sendungen, die zur leichten Unterhaltung dienen. Ebenfalls wird zwischen Privatfernsehen und den öffentlich-rechtlichen Sendern entschieden. Während erstere für Produktplatzierungen bezahlt werden dürfen, ist bei letzteren nur eine kostenfreie Bereitstellung von Requisiten gestattet.
Darüber hinaus gibt es ein Transparenzgebot, welches besagt, dass für den Zuschauer klar ersichtlich sein muss, wenn Product Placements stattfinden und dass die redaktionelle Freiheit der Produzierenden unangetastet bleiben muss.

Produktplatzierungen und YouTube

Auch in YouTube-Videos gibt es Produktplatzierungen. Hierbei gelten rechtlich die gleichen Richtlinien wie für das Fernsehen, wobei besonders auf das Transparenzgebot Wert gelegt wird. In der Praxis wird es hierbei in der Regel so gehandhabt, dass eine Einblendung im Video und ein Text in der Infobox auf die Produktplatzierung aufmerksam machen. Eine einheitliche Regelung gibt es hierfür in Deutschland allerdings nicht.

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