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MEDIA CONVENTION 2016: von Snapchat bis Spotify – Tag 1 der Medienmessen

Am ersten Tag der MEDIA CONVENTION waren die Sessions gut besucht. Neben Edward Snowden und Sascha Lobo war vor allem Snapchat ein vielbeachtetes Thema.

Vom 2. bis 4. Mai tummeln sich die internationalen Medienbegeisterten in der deutschen Hauptstadt. Mit rund 7 000 Besuchern im letzten Jahr zählt die re:publica zu den größten Medienmessen der Welt. Zum zehnjährigen Jubiläum der Veranstaltung lautet das Motto: TEN ist NET. Als besonderes Geburtstagsgeschenk wird die re:publica zum ersten Mal ins Ausland — im Oktober nach Dublin — exportiert.

Snapchat als Schwerpunkt

Schon am ersten Messetag wurde deutlich, dass die Social-Media-Plattform Snapchat eine wichtige Rolle in der Webvideowelt spielt. Kaum eine andere Plattform wird in den Tagen häufiger genannt. Damit auch die älteren Generationen ein wenig mehr über den Hype erfahren können, bot die MEDIA CONVENTION extra einen Snapchat-Session-Block an. Mehr als gut besucht nahmen die Medienbegeisterten auf den Stühlen oder dem Boden Platz. In der ersten Blockhälfte unterhielt der 15-jährige Schüler Joshua Arntzen die Zuschauer, indem er erzählte, was Snapchat eigentlich ist und wie die junge Generation es nutzt.

Franziska Broich zeigte daraufhin einen Einblick über ihre Erfahrung mit der neuen Plattform. Zusammen mit einem Team von fünf Leuten befüllte sie den Snapchat-Account des EU-Parlaments. So beschrieb sie die Möglichkeiten, die eine politische Organisation wie das EU-Parlament, die UN und das Weiße Haus hat, die Plattform interessant zu gestalten. Neben Behind-the-Scenes-Material wurde auch auf Prominente, wie Leonardo di Caprio oder YouTuber wie breedingunicorns zurückgegriffen. Sie sei froh über die enge Verbindung zu den Followern, die sie auch persönlich kennen lerne. „Es ist so interessant für junge Leute, weil sie nah dran sind am Geschehen“, erklärt Broich. So versuche sie immer wieder neu kreativ und experimentell zu sein. Auch für Snapchat-Muffel waren die Tipps, wie Kreativität, Experimentierfreude und Zuschauerbindung jedoch nichts Neues.

Spotify und Social Media Recht

Ein Webvideo-Highlight des ersten Tages war die Session „The Video Market is dancing“. Dossie McCraw, Head of Video und Podcast Content Partnership von Spotify, erklärte in dieser Sitzung die Bedeutung der neuen Möglichkeit der Videofunktion der Musik-Plattform. Zwar gibt es Spotify bereits in 95 Ländern, jedoch ist die Video- und Podcastfunktion nur in Großbritannien, USA, Schweden, Deutschland und Österreich verfügbar. „Im Vordergrund wird immer die Musik sein. Wir wollen die Momente des Lebens mit Musik untermalen“, philosophiert McCraw. Somit soll Spotify kein direkter Konkurrent für YouTube werden. Ein großes Ziel für Spotify soll deshalb in diesem Jahr die Veröffentlichung von eigenen mobil-first-shortform-Videos werden. Es bleibt also spannend, was Spotify auf die Beine stellt.

Einen von vielen Abschlüssen des ersten Tages machten die beiden Juristen Thorsten Feldmann und Henning Krieg mit ihrer Session „Jahresrückblick Social Media Recht“. Neben neueren Tools zur optimalen Bildquellen-Nennung zeigten die Juristen, die die Session die letzten Jahre bereits hielten und somit zu den Urgesteinen der MEDIA CONVENTION zählen, an bekannten Beispielen, wie Erika Steinbach, Jan Böhmermann oder Oliver Pocher, was man beachten muss bei der Verwendung von Bildmaterial im Netz.

Neben den ganzen Sessions bietet die Medienmesse auch ihren Sponsoren und Werbekunden an, ihre Neuheiten auf dem Gelände vorzustellen. Vor allem die Virtual-Reality-Vertreter sind in großer Anzahl auf dem Platz vertreten. So bleibt in der Zeit zwischen den Sessions die Möglichkeit, einfach mal in fremde Welten zu schaukeln.

Was an Tag 2 der MEDIA CONVENTION BERLIN alles zum Thema Webvideo passiert ist, könnt ihr hier nachlesen.

Beitragsbild von (c) Uwe Voelkner/FOX