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Was macht eigentlich ein Partner Manager?

Um das Ökosystem YouTube hat sich eine ganze Branche mit einer Vielzahl spannender und neuer Berufe gebildet. Kati vom Multi-Channel-Netzwerk TubeOne Networks bekleidet einen davon und erzählt, was ein Partner Manager eigentlich macht.

Im Webvideobereich gibt es längst nicht mehr nur YouTuber selbst. Um Googles Videoplattform und die Künstler ist ein ganz neuer Geschäftszweig entstanden, aus dem sich Berufe entwickelt haben, die es in dieser Form zuvor gar nicht gab. Einer dieser ist das Partner (bzw. Account) Management. Wir haben mit der Partner Managerin Kati Kammler über ihren Beruf, ihre Aufgaben und ihre Begeisterung dafür gesprochen. Erst kürzlich hat Kati das Multi-Channel-Netzwerk DIVIMOVE mit Sitz in Berlin verlassen, und ist fortan beim deutschen MCN TubeOne Networks am Kölner Standort beschäftigt.

Broadmark: Was macht ein Partner Manager?

Kati: Als Account bzw. Partner Manager bin ich für die Künstlerbetreuung zuständig. Bisher betraf das ausschließlich den Gaming/Let’s Play Bereich. Bei TubeOne dreht es sich für mich auch hauptsächlich um Gaming, wobei ich mein Augenmerk auch etwas mehr auf Real Life beziehungsweise Entertainment richten werde. Das lässt sich ohnehin wunderbar miteinander fusionieren und darin sehe ich auch die größten Zukunftsperspektiven. Zu den Aufgaben zählen da nebst grundsätzlichem Support und Dingen wie Kanaloptimierung, technische Hilfe und so weiter auch PR, Sponsoring, Konzepte, Unterstützung in Sachen Produktion oder Design – und ein gewisses Projektmanagement ist auch Teil dessen. Da wir uns auf High-Quality Künstler fokussieren, habe ich genügend Freiraum und Zeit für eine intensive Betreuung, bei der mir der freundschaftlich-familiäre Charakter besonders wichtig ist. Mit unserem neuen Office und Studio in Köln können wir das, denke ich, noch besser umsetzen.

Broadmark: Wie wird man Partner Manager?

Kati: Da es sich hier nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt, läuft das üblicherweise über ein Praktikum. Bereits in ähnlichen Bereichen gesammelte Erfahrungen (Marketing, Social Media, YouTube) sind natürlich auch ausschlaggebend. Und je nachdem, an welchem Vertical man interessiert ist, macht es verständlicherweise Sinn, sich auf seinem Gebiet auch gut auszukennen.

Broadmark: Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Kati: Einer meiner schönsten Momente war wohl ein paar „meiner“ Jungs dieses Jahr vor riesigem Publikum auf der Gamescom zu sehen und zu wissen, wie hart wir im letzten Jahr gemeinsam daran gearbeitet haben, an diesen Punkt zu kommen. Ideen und Wünsche der Künstler umzusetzen, rumzuspinnen, die Fäden ziehen und dann ein cooles Projekt daraus zu machen, das ist tatsächlich erfüllend und macht Spaß. Und wenn man dann nach langer Zeit ein tolles freundschaftliches und dankbares Verhältnis zueinander aufgebaut hat, ist das ein wirklich schöner Lohn.

Broadmark: Wie schaut ein typischer Tagesablauf bei dir aus?

Kati: Typisch gibt es eigentlich nicht. Ich muss mich jeden Tag auf die Bedürfnisse der Künstler einstellen und auf akute Probleme und Anliegen möglichst flexibel eingehen. Natürlich gibt es auch einige Standardprozeduren wie zum Beispiel Kanaloptimierungen, Organisatorisches, interne Kommunikation und so weiter, das fällt täglich an. Hauptsächlich aber arbeite ich hier mit den unterschiedlichsten Menschen, die jeden Tag die unterschiedlichsten Anforderungen an mich stellen. Da weiß ich nie genau, was mich erwartet oder wie lange ich arbeite – das ist aber auch gut so.

Broadmark: Vielen Dank Kati für die Einblicke in deinen Beruf.