Friedrich Küppersbusch auf dem Frankfurter Tag des Online-Journalismus

Friedrich Küppersbusch kritisiert Verträge des MCN Mediakraft für einen weitreichenden Buy-out.
Friedrich Küppersbusch, bekannter Journalist und Fernsehproduzent, hat bereits seit einiger Zeit selbst mit YouTube zu tun. Während er 2013 die Satiresendung „Tagesschaum“ im WDR und auch auf YouTube moderierte, arbeitet er auch heute noch durch den Kanal seiner Fernsehproduktionsfirma „probono“ mit Webvideoinhalten. In einem Vortrag beim Frankfurter Tag des Online-Journalismus sprach er unter anderem über die Verträge des Multi-Channel-Netzwerks Mediakraft.

Die Vorzüge eines MCN

Küppersbusch wies dabei darauf hin, dass probono TV bislang kein Geld abwerfe, da die meisten YouTuber-Geschäftsmodelle im Falle von probono TV entweder nicht anwendbar seien oder nicht ausreichend Geld abwürfen. Eine naheliegende Methode ist dann, sich an ein Netzwerk zu wenden, das bei der Vermarktung des Kanals hilft. Dazu habe sich probono einmal das reichweitenstarke deutsche MCN Mediakraft angeschaut, das, genau wie auch probono, in Köln ansässig ist.

Weitgehender Buy-out

Den Vertrag, den er bei Mediakraft zu Gesicht bekommen habe, vergleicht er allerdings nicht nur mit Knebelverträgen aus dem Fernsehen, er geht sogar so weit, den Vertrag mit der Bodenreform in der DDR zu vergleichen. Es gehe ihm dabei speziell darum, dass die Videomacher, die den Vertrag unterschreiben, nachhaltig sämtliche Rechte an ihrem Content an das Unternehmen abgäben – es fände ein sogenanntes Buy-out statt. Viel mehr als das Recht, sich YouTube-Künstler nennen zu dürfen, bleibe Partnern von Multi-Channel-Netzwerken wie Mediakraft laut Küppersbusch nicht übrig.

Quelle: Netzfeuilleton.de
Beitragsbild vom Hessischen Rundfunk