dner

Dner distanziert sich erneut von der AfD: „Heute finde ich die Partei echt schlimm“

Nach dem sich der Influencer Felix von der Laden, bekannt als Dner, 2013 als AfD-Wähler outete, hat er sich in einer ZDF-Dokumentation zum zweiten Mal von diesem Statement distanziert. 

Der 21.09.2013 ist vielleicht das Datum, dass der Webvideostar Felix von der Laden, besser bekannt als Dner, am liebsten aus seinem Leben streichen würde. Der Bild-Zeitung verriet der damalige Neu-Kölner und VWL-Student, dass er als Erstwähler die Alternative für Deutschland wählen werde. Seine damalige Begründung: „Die etablierten Parteien haben sich von den Bürgern entfernt„. 2013 war die AfD jedoch noch nicht die Partei, die sie heute darstellt. Das Gesicht der Partei zierte der Professor Bernd Lucke, die Thesen der jungen Partei kritisierten größtenteils den Euro als Währung.

Ein Jahr später hatte die Alternative für Deutschland ihr Gesicht komplett verändert. Neue Protagonisten waren in Erscheinung getreten, die rechten Tendenzen wuchsen deutlich und damit auch die Wucht der Thesen. Statt Anti Euro(-Währung), hat sich die damalige Flüchtlingswelle zum programmatischen Schwerpunkt herausgestellt. Und genau in dieser Zeit nutzte Jan Böhmermann die Gunst der Stunde und kritisierte Felix von der Laden für seine Pro-AfD Aussagen, die er ein Jahr zuvor tätigte. Es folgte ein öffentlichkeitswirksamer Austausch zwischen von der Laden und Böhmermann auf Twitter.

Das Ergebnis war zwar, dass sich Dner öffentlich klar von der AfD distanzierte, doch für viele Beobachter reichte dies nicht aus. Bis heute gibt es immer noch Stimmen, die von der Laden als Person mit rechtem Gedankengut ansehen.

„Das ist gruselig zu sehen“

In der am Mittwoch erschienenen ZDF-Dokumentation Like or Dislike, die die Meinung der jungen Wähler der US-Wahl behandelt, hat von der Laden die Geschehnisse nochmals selbst thematisiert und sich ein zweites Mal deutlich von der AfD distanziert. So kommentierte der Influencer die aktuelle Situation in Deutschland mit folgenden Worten:

Deutschland ist momentan ziemlich gespalten. Wir haben eine rechte Partei [A. d. R.: Anspielung auf die Alternative für Deutschland], die gerade ganz schön im Aufwind ist. Das ist gruselig zu sehen. Wenn wir hierher schauen [A. d. R.: „hier“ bedeutet „in die Vereinigten Staaten“], dann denken wir immer, dass es bei uns noch okay ist. Aber für mich ist es beängstigend zu sehen, was passiert und dass so viele Menschen diese Partei unterstützen. Gerade bei unserer Geschichte.

Zum Ende distanziert er sich noch einmal klar von der Alternative für Deutschland: „Vor einigen Jahren erschien die AfD auf einige noch harmlos. Heute finde ich die Partei echt schlimm„.

Die Dokumentation kann in der ZDF-Mediathek sowie in der funk-App angeschaut werden. Zudem wird die Sendung auch am 23. Oktober auf dem 2,8 Millionen Abonnenten starken YouTube-Kanal von Dner veröffentlicht, wo bereits einige Reisevlogs von der Produktion der Doku online sind. Erst anschließend läuft „Like or Dislike“ am Mittwoch, dem 26. Oktober, zur besten Sendezeit um 00:45 Uhr im ZDF sowie am Samstag, 5. November 2016, um 09:45 Uhr und am Wahltag selbst, am Dienstag, 8. November 2016, um 11:30 Uhr auf ZDFinfo.

Beitragsbild von Broadmark




  • gast121212

    er wäre auch nicht der erste junge mensch, der aus freien stücken seine meinung ändert, weil man andere argumente logischer und nachvollziehbarer findet. klingt natürlich nicht so interessant und aufmerksamkeitsheischend, wie „glattgebügelt vom gutmenschen mainstream“