Twitter und Vine

Das war’s mit Vine: Twitter stellt Videodienst ein

Nachdem Twitter scheinbar keinen Käufer gefunden hat, zieht das Unternehmen nun Konsequenzen und stellt unter anderem den Videodienst Vine ein. 

Lange Zeit gehörte Twitter zu den bekanntesten und beliebtesten Social Media-Diensten. Doch die goldenen Zeiten sind längst vorbei. Erst kürzlich machten zahlreiche Gerüchte, wonach das Unternehmen einen Käufer suche, die Runde. Nachdem jedoch alle als Käufer gehandelten Unternehmen sich von einem Gebot für das Unternehmen verabschiedet hatten, unterzieht sich Twitter nun einem großen Sparkurs. Im Zuge dessen stellt der Dienst nun auch Vine ein.

Einstellung von Vine

Die Einstellung von Vine kommt dabei nicht überraschend. Schon lange ist der Dienst weit abgeschlagen hinter den beliebtesten Videodiensten wie YouTube, Snapchat oder Facebook. Dazu verlor Vine bereits vor einigen Monaten sein Alleinstellungsmerkmal, die sechs Sekunden langen Vines, als Twitter die Videolänge von diesen auf 140 Sekunden erhöhte.

Dass der Dienst, welcher vor allem in Amerika noch eine große Nutzergemeinschaft besitzt, nun jedoch komplett eingestellt wird, zeigt, in was für einer Krise Twitter steht. Nach eigenen Angaben sollen neun Prozent der Belegschaft entlassen werden. Kein Wunder, hat das Unternehmen alleine im dritten Quartal 2016 einen Verlust von 103 Millionen US-Dollar gemacht.

Die letzten Monate von Vine

Bis Vine jedoch komplett eingestellt wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. So sollen die App und die Webseite erst in einigen Monaten eingestellt werden. Damit sollen vor allem die Vine-Creator die Möglichkeit bekommen, ihre Vines zu sichern und zu downloaden. Auch wenn Vine eingestellt wird, möchte Twitter weiter mit den Creatorn zusammenarbeiten und diese rechtzeitig benachrichtigen, sobald sich etwas tue und die App vollständig eingestampft werde. Vor allem diejenigen, die auf Vine eine Followerschaft von mehreren Millionen Nutzern aufgebaut haben, dürften jedoch alles andere als erfreut sein.

Auch Vine-Gründer Rus Yusupov zeigte sich enttäuscht, wie er auf Twitter kundtat.

Beitragsbild von Twitter und Vine