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Unsere Webvideo-Highlights im Jahr 2016

2016 war ein spannendes Jahr für die Webvideo-Szene. Viel ist passiert, viele bedeutende Videos wurden veröffentlicht und zahlreiche Ereignisse prägten das Jahr. Welche Ereignisse für uns, die Broadmark-Redaktion, in diesem Jahr Webvideo-Highlights waren, haben wir zusammengestellt. 

Der Start von funk

Lukas Menzel: Zugegeben, das Webvideo-Jahr 2016 war leider nicht gerade von qualitativen Inhalten, innovativen Ideen oder kreativen Formaten geprägt. Dennoch gibt es seit Oktober dieses Jahres einen Lichtblick am Horizont: funk. Das junge Angebot von ARD und ZDF befindet sich zwar noch in den Startlöchern und ist alles andere als perfekt, hat es jedoch geschafft innerhalb kürzester Zeit zahlreiche spannende Webvideo-Formate zu starten, die zeigen, wie kreative, andersartige und qualitativ hochwertige Webvideos gehen können. Besonders das Kliemannsland, BongoBoulevard, das Bohemian Browser Ballett, Game Two oder auch Gute Arbeit Originals haben es mir angetan und zählen zu den wenigen Formaten in diesem Jahr, die es regelmäßig in meine Watchlist geschafft haben. Es macht einfach Spaß zu sehen, was alles zu Stande kommen kann, wenn Creator mal nicht an Klicks, (unkreative) Product Placements oder den YouTube-Algorithmus gebunden sind und stattdessen einfach geilen Scheiß produzieren! Davon darf es 2017 meiner Meinung nach gerne mehr geben – auch außerhalb von funk.

10 Jahre Coldmirror

Paul Schwarz: Unter dem Motto „The more things change, the more they stay the same“ blickt coldmirror mit einem Zusammenschnitt alter Videos auf zehn Jahre ihrer YouTube-Laufbahn zurück. Angefangen hat ihre Geschichte 2006 mit Harry Potter-Parodien und kurzen Sketchen. All das sind Videos, die bei einem – wenn man sie schon früher geschaut hat – Nostalgie wecken. Auch altbekannte Charaktere wie Fresh D. aus den Harry Potter-Synchros, die ihr zu starker Beliebtheit verhalfen, tauchen in diesem Video erneut auf. In diesem Rückblick sieht man auch die Entwicklung ihres Contents von spontanen Videos hin zu Formaten beziehungsweise Serien wie ihrer aktuellen StarStarSpace-Animationsserie. Ihr Video macht neugierig auf die weitere Entwicklung des Kanals und ihres Contents und lässt den „Die gute, alte Zeit“-Nostalgikern Hoffnung auf weitere kurze, spontane Videos von coldmirror, wie früher.

FloVloggt und #WDR360

Selma Illig: Mein Highlight kenne ich eigentlich schon deutlich länger als ein Jahr. Damals noch unter dem Namen “FloVloggt” erschienen sehr unregelmäßig Videos auf seinem Kanal. So wie Flo auf seinem Kanal immer mal wieder Pausen gemacht hat, oder Videos nur sehr unregelmäßig kamen, habe auch ich nur unregelmäßig bei ihm vorbeigeschaut. Aber ich habe mich immer gut unterhalten, aber auch informiert gefühlt. Sehr interessant ist auch sein Kanal 8qm, auf dem einige Videos von seinem Auslandssemester in Be’er Sheva/ Israel zu sehen sind. Für mich als begeisterte “Nahostbereiserin” fängt er den Spirit perfekt ein.

Besonders ans Herz legen kann ich euch aber den Kanal “WDR360”, für den Flo als Journalist arbeitet. Wirklich kreativ arbeitet das Team alle aktuellen Themen, aber auch interessante Hintergrundstories auf, die uns als Jugendliche und junge Erwachsene wirklich interessieren. Also checkt die Kanäle mal aus 🙂

Friendly Fire 2

Charly Arndt: Es ist immer schön zu sehen, wenn YouTuber ihre Reichweite für etwas Gutes nutzen. Auch dieses Jahr gab es wieder zahlreiche Charity-Events, doch eines davon ist mir persönlich besonders im Gedächtnis geblieben: Friendly Fire 2. Die Crew rund um die Pietsmiet-Jungs, Gronkh, Pandorya und derHeider haben wieder einen tollen Spendenstream auf die Beine gestellt. Am 3. Dezember wurden im Stream über 200 000 Euro Spenden gesammelt, noch dazu kommen die Sponsorenbeiträge und der Verkauf über Roccat sowie der Verkauf der Merchandise-Artikel. Alles in allem sollen so circa 300 000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen sein.

Den Tag über bis hin zum späten Abend habe ich mich dabei toll unterhalten gefühlt, aufgrund der zahlreichen witzigen Spiele und dank der lustigen Aufgaben beim Erreichen eines Spendenzieles. Doch was mich noch viel mehr begeistert hat, war dass man immer wieder gemerkt hat, wie wichtig den Beteiligten das ganze Projekt war und wie sehr es ihnen am Herzen liegt, möglichst viele Spenden zu sammeln. So sehr, dass ich selbst unbedingt etwas Spenden wollte und dies dann auch mit dem Kauf einer Pandorya-Tasse getan habe.

Game of Thr0nes Recaps von DerDelay

Lisa Helbig: 2016 war für mich aus Webvideo-Sicht ein sehr, sehr schwaches Jahr. Ich habe immer weniger YouTube geschaut und wenig Videos haben mich begeistert. Regelmäßig habe ich eigentlich nur Videos zu irgendwelchen Serien die mich begeistert haben auf YouTube angesehen. Zum Start der sechsten Staffel von Game of Thrones hat Delay, der den meisten wahrscheinlich durch seinen Let’s Play Kanal bekannt ist, wöchentlich eine Recap zur aktuellen Folge der Erfolgsserie hochgeladen. In den Videos hat er über die Dinge gesprochen die er gut und schlecht fand, aber auch Bezüge zu den Büchern von George R. R. Martin hergestellt. Diese Videos haben mich total in ihren Bann gezogen und meine Begeisterung für Game of Thrones noch mehr geweckt, mir aber teilweise auch geholfen, alle komplexen Handlungsstränge zu verstehen. Die Videos sind sehr informativ und anschaulich gestaltet und so habe ich jede Woche gespannt auf eine neue Recap gewartet.

Qualitative Inhalte abseits von YouTube

David Cebulla: Für mich war das Webvideo-Jahr 2016 eine Entdeckungsreise auf der Suche nach qualitativen Inhalten, welche ich auf YouTube nur noch ganz selten gefunden habe. So wurde ich innerhalb der Redaktion nicht nur der Ansprechpartner für die Videoplattform Vimeo, auf der ich mich immer mehr aufhielt, sondern entdeckte auch andere besondere Perlen für mich in der Videowelt, abseits von YouTube. Einer dieser besonderen Filme und an dieser Stelle stellvertretend für so viele andere ist „Locked In“. Diese Sport- und Abenteuer-Dokumentation konnte ich nicht nur im Internet, sondern auch im besonderen Festival-Cut im Rahmen der „European Outdoor Film Tour“ (E.O.F.T.) anschauen. Der Film ist mir wegen seiner aufwendigen, vielseitigen und teilweise wirklich atemberaubenden Shots in Erinnerung geblieben. Auch das zugehörige Making Of ist gerade für Filmemacher wirklich spannend und inspirierend und zeigt den hohen Produktionsaufwand, aber auch die Leidenschaft der Filmemacher und Sportler.

„Locked In“ steht für mich stellvertretend für alle Videos begeisterter Filmemacher und Protagonisten sowie Webvideos, die mehr als nur Pranks und Challenges beinhalten. Es gibt sie noch, die qualitativen Inhalte, man braucht nur Mut sie zu entdecken!

Beitragsbild von Red Bull