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Das kann die funk-App

Zum Start von funk wird es auch eine eigene App geben. Diese bietet Zugriff auf Serien, multimediale Inhalte und vieles mehr.

funk kommt nicht nur mit neuen Webvideo-Formaten daher, als zweites Standbein möchte das junge Angebot auch die Smartphones der 14- bis 29-Jährigen erobern und bietet für iOS- und Android-Smartphones eine eigene App an. Ganz im Zeichen der Marke, möchte die funk-App Zugriff auf weitere Inhalte bieten und an die Webvideo-Formate anknüpfen, wie die Beta-Version bereits vor dem Start zeigt.

Das bietet die App

So wird es in der App zum Launch einige lizensierte Serien wie “The Aliens”, “Banana”, “Hoff the Record” und ab November auch die Serie “Fargo” zu sehen geben. Das Serienangebot soll dabei monatlich um mindestens eine neue Serie erweitert werden, wie Programmgeschäftsführer Florian Hager bereits verriet. Doch nicht nur zum Serien schauen, ähnlich wie bei Netflix, Amazon Prime Video und Co., möchte die JA-App die Nutzer überzeugen. Ein weiteres wichtiges Standbein stellen die sogenannten Geschichten dar. „Eine Geschichte ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Inhalten“, wie Malte Blumenberg, Head of Bits and Pixels bei funk, im Rahmen des PTKO-Presseforums auf der IFA erzählte. Diese erzählen multimedial, ähnlich wie in Snapchat Discover — mit einer Mischung aus Text, Bildern, GIFs, Videos und Social Media-Postings — Geschichten passend zu aktuellen Neuigkeiten oder weiteren, für die Zielgruppe interessanten Themen.

Auch wenn funk damit redaktionell aufbereitete, snackable Inhalte bietet, sollen diese aber gar nicht in Konkurrenz mit Vice, Buzzfeed und Co. treten. Anders als bei diesen Plattformen wird es nur wenige, ausgewählte Stories geben und ist damit endlich, wie Malte Blumenberg erklärt: „Bei uns wird man fertig. Man kann die App leer sehen.“ Dies hat dabei einen ganz bestimmten Grund, so Blumenberg: „Wir möchten uns gegen das Dopamin-Entertainment positionieren und sagen, dass es auch noch was anderes gibt, als immer weiter durch die Facebook-Timeline zu scrollen. Bei uns gibt es das gute Gefühl auch einmal fertig zu sein.

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Malte Blumenberg, Head of Bits and Pixels bei funk, auf der IFA Berlin

Um dabei dem Nutzer möglichst für sich spannende Geschichten zu liefern, hat die funk-App den aus der Dating-App Tinder bekannten Hot-or-Not-Mechanismus integriert. Die Nutzer können ganz einfach per Swipe nach oben oder unten entscheiden, ob Sie die Story keepen (behalten) oder kicken (entfernen) möchten. Während die „gekickten Stories“ einem dabei gar nicht mehr angezeigt werden, landen die „gekeepten Stories“ in einer extra Liste, den sogenannten “Keeps”. Damit können diese gespeichert und in einer Art Bibliothek abgelegt werden. Zudem wird bei sämtlichen Geschichten angezeigt, wie oft diese gekeept oder gekickt wurden.

Minimalistisch, simples Design

Neben diesen spannenden Features, wirkt die Beta-Version der App auch beim Design sehr aufgeräumt und kommt mit nur wenigen grafischen Elementen daher. Durch die Beschränkungen auf wenige Inhalte pro Screen, muss man sich als Nutzer dabei nur mit wenigen Texten auseinandersetzen, was vor allem lesefaulen Nutzern entgegenkommt. Lediglich die aktuell integrierten schnellen und verspielten Übergänge dürften den ein oder anderen irritieren und den Lesefluss stören.

Snapchat Discover + Tinder=funk-App

Abseits von dieser Kleinigkeit, welche wohl in den kommenden Wochen noch gefixt werden wird, wirkt die funk-App bereits wie eine gut gemachte Kombination aus Snapchat Discover und Tinder. Per Swipe wird die Auswahl der Stories personalisiert und durch die Endlichkeit der Stories wird man nicht mit Inhalten überflutet, sondern erhält nur eine selektive Auswahl. Dabei macht es dank der guten Kombination aus Texten, Fotos und weiteren Elementen Spaß, die Inhalte zu konsumieren, sodass man gespannt sein kann, wie sich die finale App zum Launch im Laufe der Woche weiterentwickeln wird.

Wer die funk-App schon vorab testen möchte, kann dies unter Android und iOS bereits tun. 

Beitragsbild von Südwestrundfunk




  • Ich bin wirklich sehr skeptisch, ob das mit dem Jungen Angebot (ein sehr sperriger Name übrigens) von ARD und ZDF ein Erfolg wird…