Influencer Marketing-Plattformen

Influencer Marketing-Plattformen: Ein neuer Trend?

Eine Alternative für den Kontakt zwischen Creatorn und Unternehmen bieten die sogenannten Influencer Marketing-Plattformen. Doch was sind diese Plattformen und wer nutzt sie eigentlich? Hier erfahrt ihr es.

Wie schaffen es Marken, ihr neustes Produkt erfolgreich zu verkaufen? Neben den verschiedensten Print- und TV-Werbungen spielen vor allem bei den jüngeren Kunden die Meinungsmacher, auch als Influencer bezeichnet, ihrer Generation eine entscheidende Rolle. Heutzutage füllen vor allem YouTuber diese Position aus. Zeigen die verschiedensten Creator in den Videos ihren Lieblingslippenstift oder ihre favorisierte Schuhmarke, dann werden häufig diese Produkte auch von ihren Zuschauern gekauft.

Viele Unternehmen möchten auf diesen Zug aufspringen und versuchen die YouTuber von sich zu überzeugen, damit diese dann ein Video über das Produkt erstellen. Sollte der Deal zwischen beiden Seiten gut funktioniert haben und wenn der YouTuber sowieso mit dem Produkt zufrieden ist, dann bestände die Möglichkeit, dass er, auch ohne Geld für das Produkt zu erhalten, dieses weiter bewerben würde. Nach einer Umfrage von onlinemarketing.de kaufen rund 77 Prozent der Influencer die Produkte der Sponsoren weiter, nachdem sie gesponsert worden waren. Rund 72 Prozent der Influencer würden sogar mehr Nachrichten — Tweets, Posts, Snaps — , als vereinbart waren, über ihre Social-Media-Kanäle veröffentlichen. Somit ist es für die Firmen noch entscheidender, dass sie bei den Influencern einen guten — vor allem ersten — Eindruck hinterlassen. Einen etwas anderen Weg als die One-to-One Kommunikation über Telefon, E-Mail oder Multi-Channel-Netzwerk zwischen Firmen und Influencern, möchte eine neue Form von Anbietern, die sogenannten Influencer Marketing-Plattformen bieten.

Was sind Influencer Marketing-Plattformen?

Influencer Marketing-Plattformen nennen sich dabei vor allem Unternehmen, die als Schnittstelle zwischen den Creatorn und Marken fungieren möchten. Dabei gibt es mittlerweile viele verschiedene Plattformen, mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Eines der bekanntesten Modelle, wie es die deutsche Plattform „Buzzbird“ betreibt, ist hierbei, dass Influencer Marketing-Plattformen jeweils eine eigene Plattform für Unternehmen und Influencer bieten, wo die Firmen ihre Kampagnen vorstellen und ausschreiben können. Wenn ein Creator die Kampagne bewerben möchte, kann dieser auf der Plattform das Unternehmen kontaktieren. Der klassische erste Kontakt zwischen den beiden Seiten wird dabei also abgelöst. Vielen Influencern können so die lästigen E-Mails mit Anfragen, die nicht in ihr Genre passen, erspart bleiben. Schließlich kontaktieren sie nur noch die Unternehmen mit den Produkten und Kampagnen, die sie wirklich für geeignet halten.

Für die Unternehmen hingegen bringen die Influencer Plattformen ein große Zeitersparnis mit sich. Nach der herkömmlichen Methode müssten die Unternehmen sich mit dem Content der jeweiligen Influencer befassen und ebenso sollten sie sich auch in der entsprechenden Szene auskennen. Dies alles kostet viel Zeit und die große Masse an Influencern können die Unternehmen mit dieser Methode kaum erreichen. Die neuen Influencer Marketing-Plattformen sollen hier Abhilfe schaffen. Aber nicht nur Unternehmen und Creator können ein Teil der Plattform werden, sondern auch die Multi-Channel-Netzwerke können Zugriff auf diese Seiten bekommen und davon profitieren.

Einen etwas anderen Weg geht die deutsche Plattform „Hitch.On“ hingegen, welche keinen „Marktplatz“ anbietet. Hier können nicht nur Unternehmen Kampagnen ausschreiben und nach geeigneten Influencern suchen. Auch die Influencer haben die Chance, ihre Projektideen vorzustellen und so über die Seite Kunden zu finden, die ihr Projekt finanziell unterstützen möchten beziehungsweise hier werben. Ein weiteres Modell spiegelt „InSocial Media“ wieder. Die Plattform gilt dabei als klassischer Vermittler. Die Unternehmen suchen nach potenziellen Werbepartnern und InSocial Media sucht für diese entsprechende Creator heraus. Besonders ist hierbei, dass InSocial Media performancebasierte Kampagnen anbietet, womit die Unternehmen genau analysieren können, wie erfolgreich ihre Kampagnen sind.

Vielfältige Modelle

So wie es die verschiedensten Modelle gibt, ist die Finanzierung auch unterschiedlich. Die einen Plattformen verlangen einen Anteil des Geldes, während die anderen sich mit Abo-Modellen finanzieren. Trotz all den Vorteilen erhalten die Plattformen aber nicht nur positive Resonanz; auch kritische Stimmen sind zu hören. Vor allem wird dabei kritisiert, dass man den genauen finanziellen Nutzen von den Plattformen und den jeweiligen Product Placements nicht messen kann. Jedoch zeigt gerade Amerika, dass die Vorteile wohl überwiegen.

Google-Trends Influencer Marketing Amerika

In den Google-Trends steigt der Begriff „Influencer Marketing“ in Amerika schon 2013 an.

USA, der Vorreiter vs. Deutschland, dem Neuland

Deutschland ist in vielen Bereichen der YouTube-Szene häufig hinter Amerika. Schon 2013 zeigte sich in den Google-Trends, dass die Suchanfragen nach Influencer Marketing steigt. Auch bei den Influencer Plattformen ist dies der Fall, denn den Ursprung von Influencer Plattformen liegt in Amerika. Bereits 2012 sind die ersten Influencer Plattformen in Amerika gestartet. Heutzutage gibt es unzählige Plattformen in den Staaten, die versuchen die Unternehmen und die Influencer zusammen zu bekommen. Zu den größten und bekanntesten Plattformen in den USA zählen dabei „Socially Powerful“„NeoReach“. Bei der Plattform „NeoReach“ sind viele der größten YouTuber der Welt registriert. So befinden sich dort zum Beispiel Tyler Oakley, Lizzza oder PewDiePie.

Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren unzählige Plattformen veröffentlicht, die sich über einen starken Andrang an Unternehmen und Influencern freuen können. Zu den bekanntesten dürften hierbei InSocial Media, „Nqyer“ und „HashtagLove“ gehören. Gerade InSocial Media arbeitet in Kampagnen mit den größten deutschen YouTubern wie Mrs Bella oder BibisBeautyPalace zusammen.

Google-Trends Influencer Marketing Deutschland

In Deutschland fand erst 2015 eine erhöhtes Suchergebnis nach „Influencer Marketing“ auf Google statt.

Dieser neue Trend zeichnete sich auch in den Suchergebnissen von Google wieder, denn im Gegensatz zu Amerika stiegen die Suchergebnisse erst 2015 rapide an. Der Markt scheint langsam in Deutschland angekommen zu sein.

In den nächsten Wochen werden wir hier einen Blick auf einige deutsche Influencer Marketing-Plattformen nehmen. Dabei beschränken wir uns auf die folgenden Plattformen: Buzzbird, HitchOn, ReachHero, InsocialMedia und Nqyuer. Sie alle zählen zu den bekannteren Plattformen und gehen die verschiedensten Wege in der Branche.




  • Katharina Faber

    Liebe Corinna, ich bin gespannt auf die Vorstellungen der unterschiedlichen Plattformen, ich habe gerade auch schon den Artikel zu ReachHero gelesen. Ich glaube, dass man Instagram und nun auch Snapchat auf keinen Fall aus den Augen verlieren sollte, wenn es um Influencer Marketing geht. Gerade die Kombination von beiden Plattformen funktioniert absolut hervorragend! Falls du mal an einer Vorstellung von Tools interessiert bist, die sich mit dem Thema Influencer Marketing auf Instagram beschäftigt, wurde ich dir empfehlen, dir einmal https://www.influencerdb.net/ anzuschauen. Dort werden unterschiedlichste Daten über den Wert eines Channels erhoben, wie zum Beispiel Follower Growth, Interaktionsraten, Media Value oder auch Einblicke in die Followerschaft eines Accounts. All diese Daten sind von absoluter Bedeutung um einzuschätzen, wie erfolgreich die Kooperation mit einem Channel sein wird.