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Förderprogramm für Webvideomacher aus NRW

Elf Projekte wurden im ersten Jahrgang des Förderprogramms für Videomacher aus NRW unterstützt.

Die Film- und Medienstiftung NRW und die European Web Video Academy, die den jährlich stattfindenden Webvideopreis veranstalten, haben gemeinsam ein Förderprogramm für Webvideoproduzenten aus Nordrhein-Westfalen gestartet, um es ihnen zu ermöglichen, ihre eigenen Webvideoprojekte unabhängig umsetzen zu können.

Der erste Jahrgang

Das Förderprogramm, das im letzten Jahr gestartet wurde, betrifft im ersten Jahrgang elf Projekte. Insgesamt stehen dabei Fördergelder in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung, wovon in jedes geförderte Projekt maximal 10 000 Euro gesteckt werden. Die Teilnahme an einem Schulungs- und Begleitprogramm der European Web Video Academy GmbH ist ebenfalls Teil der Webvideoförderung. Eines der elf Projekte wurde zudem mit einer Konzeptentwicklungsförderung unterstützt.

Geförderte Projekte

Im ersten Jahrgang sind zahlreiche interessante Projekte vorzufinden, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Wir stellen die geförderten Projekte und die Menschen dahinter kurz vor:

Unter dem Motto „Alles Einfach“ möchten sich Aaron Bürger und sein Bruder Jan-David in ihrem ersten gemeinsamen Webvideoprojekt verschiedenen Herausforderungen stellen und dabei nicht nur herausfinden, wer von den beiden die Aufgabe besser gemeistert hat, sondern auch ihrem Publikum zeigen, dass alle Ziele erreichbar sein können.

Christian Dücker und Akeem van Flodrop möchten in ihrem Webvideoprojekt „Unbeschreibliches aus dem Nichts erschaffen“ – wie genau das aussehen soll, werden sie im Rahmen der Konzeptentwicklungsförderung in der nächsten Zeit ausarbeiten.

Dennis Aycicek, der aktuell in einer Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton steckt, möchte gemeinsam mit Boris Traper und Arne Schramm, die ebenfalls interessiert an Film und Medien sind, in deren gemeinsamen Format „Film Factory“ alles rund um das Thema Film behandeln.

Claire Steka ist in Griechenland aufgewachsen, hat dann in den Niederlanden ein Studium absolviert und zog daraufhin nach Deutschland, dabei hatte sie allerdings Probleme, die deutsche Sprache zu lernen, ganz besonders das Unterscheiden der Artikel. Die Taktik, mit der sie es letztendlich geschafft hat, möchte sie Anderen, die Deutsch lernen, in Form einer Animationsserie namens „Grammarsutra“ präsentieren.

In seinem Format „Melting Pott“ kocht Sven Maihöfer gemeinsam mit seinen Gästen aus aller Welt und lässt sich dabei im Beisein der Kamera, bedient vom Filmstudenten Danilo Zappala, deren Lieblingsspeisen zeigen und ihre Kultur, Sprache und Musik erklären.

In „Puppengeflüster“ kreier Lilia Weirich ein humoristisches Webvideoformat, in dem Puppen das Geheimnis der Insel, auf der sie gestrandet sind, zu lüften versuchen. Alle Locations sind dabei selbstgemacht und auch die Kostüme der Puppen von der ausgebildeten Modedesignerin Weirich handgefertigt.

Tarik Tesfu hat nach seinem Studium im Bereich Gender Studies in Wien das nötige Hintergrundwissen, um das Thema kompetent behandeln zu können. Seine Videokolumne „Tariks Genderkrise“, in der er auf unterschiedliche Weisen das herrschende Geschlechterverhältnis diskutiert, ist bereits auf YouTube gestartet.

Kevin Forst leitet das von Lars Fricke moderierte Projekt „Tasty Facts“, in dem der Zuschauer das Kochen internationaler Gerichte durch Wissen und Humor näher gebracht werden soll. Dazu werden in der Sendung Fakten eingebracht, die thematisch zu den jeweiligen Gerichten passt.

Seit 2012 reist der hauptberufliche Betriebstechniker Gerrit Schmitz gelegentlich in die Stadt Tschernobyl in der heutigen Ukraine, die seit einer großen Nuklearkatastrophe im Atomkraftwerk der ehemals sowjetischen Stadt vor etwa 30 Jahren verlassen ist. Dort nimmt er Eindrücke für das Format „Tschernobyl heutzutage“ für seinen YouTube-Kanal auf. Dabei geht er genauer auf die Thematik ein und erklärt Hintergründe.

In der fiktionalen Serie „vivi & denny“, die von Pia Slomczyk, Marcel Becker-Neu und Marc Schießer umgesetzt wird, wird in schnellen und überspitzten Folgen das gemeinsame Leben eines jungen Paares in Zeiten des Internets dargestellt – natürlich mit allen damit verbundenen Klischees.

Angehende „Digital Film Arts“-Studentin und Film- und Bücherfan Larissa Rausch präsentiert in ihrer Webvideoserie „Vollywood“ interessantes Hintergrundwissen zu den Drehorten von Filmen und Serien und behandelt dabei die verschiedensten Themen.

Beitragsbild von Thomas van de Weerd (CC BY 2.0)