Medienanstalten_FAQ

Aktualisierte FAQ der Medienanstalten zur Werbekennzeichnung in den Sozialen Medien

Nachdem im vergangenen Jahr die Medienanstalten eine FAQ zur Werbekennzeichnung auf YouTube veröffentlicht haben, ist nun ein aktualisierter Leitfaden mit Informationen zu Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat erschienen. 

Wie können und müssen Produktplatzierungen, Anzeigen und weitere Werbeformen in den Sozialen Medien gekennzeichnet werden? Hierzu veröffentlichte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) bereits im vergangenen Jahr eine FAQ, die sich speziell an YouTuber richtete. Nachdem dieser Leitfaden somit für Videoproduzenten einen guten Überblick über die richtige Werbekennzeichnung bot und zu den meistgefragten Publikationen der Medienanstalten zählt, wurden nun die FAQ weiterentwickelt. Die aktualisierte Version des Leitfadens gibt damit jetzt auch Antworten auf Fragen zur Werbekennzeichnung und Produktplatzierung auf anderen sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat.

Werbekennzeichnung bei Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat

In erster Linie wird damit auf die steigende Relevanz der neuen Social Media-Plattformen eingegangen, auf denen inzwischen auch fleißig geworben wird, wie Siegfried Schneider, DLM-Vorsitzender, erklärt: „Der Erfolg unseres Flyers zeigt, wie groß die Bereitschaft der YouTube-Szene ist, mit Werbefragen in sozialen Medien verantwortlich umzugehen. Wir hoffen, die Thematik mit dem erweiterten Flyer nun auch noch stärker ins Bewusstsein der User von anderen Social Media-Plattformen zu rücken.“ Hierfür wurde in den FAQs ein neuer Punkt zur Werbekennzeichnung auf anderen sozialen Medien hinzugefügt.

Dieser besagt, dass auch dort bezahlte Posts, Produktplatzierungen und weitere Werbeformen gekennzeichnet werden müssen. So sollen entsprechende Postings klar mit WERBUNG, ANZEIGE, oder #ad, sponsored by und powered by gekennzeichnet werden. Am besten so deutlich wie möglich, wie die Medienanstalten in dem Flyer betonen. „Mit unseren Fragen und Antworten, die Orientierung bieten und wie eine Art Selbstkontrolle funktionieren können, haben wir den richtigen Weg eingeschlagen„, meint Cornelia Holsten, Koordinatorin des DLM-Fachausschusses Regulierung dazu und ergänzt: „Mehrere nach der Erstveröffentlichung geführten Gespräche mit Vertretern der Social Media-Branche haben jedoch ergeben, dass wir noch mehr Hilfestellung leisten können – nicht zuletzt, weil audiovisuelle Beiträge mit Werbeinhalten, die auf YouTube laufen, oft auch über andere Plattformen verbreitet werden.

Somit soll der aktualisierte Leitfaden als grobe Richtlinie für eine stärkere Transparenz und klarere Kennzeichnung in den sozialen Medien sorgen. Vor allem auf neuen Plattformen wie Instagram oder Snapchat kommt es leider immer noch vor, dass bezahlte Werbung nur schlecht oder sogar gar nicht gekennzeichnet wird. Alle Informationen können ausführlich im aktualisierten FAQ-Flyer der Landesmedienanstalten nachgelesen werden.

Beitragsbild von den Medienanstalten